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    Tk-Geschichten

    Hier möchte ich ein paar Tk-Geschichten einstellen. (mit Erlaubnis aller Beteiligten; Namen werden geändert)

    So kann man sich besser vorstellen, was "machbar" ist und was von einer Tk zu erwarten ist.

     

    Beauty:

    Ich möchte Euch von Beauty erzählen.

    Beauty ist eine schwarze Shetty Dame, die im Alter von 25 Jahren, nach einem langen, halb wilden Leben, endlich "ihre" menschliche Gefährtin gefunden hat. Sie genießt es jetzt, gemeinsam mit ihr die Welt zu entdecken und zu erleben.

    Beauty genoss ihr Dasein auf ihrer Koppel sehr - bis zu jenem Tag in ihrem ersten gemeinsamen Herbst, als tragende Kühe übergangsweise auf der Nachbarwiese einzogen.

    Die Anwesenheit der Rinder verunsicherten Beauty so stark, dass sie weder richtig Heu zu sich nehmen oder schlafen konnte und wollte.

    Darüber war ihre menschliche Freundin sehr besorgt, denn alle Versuche Beauty Schutz und Hilfe zu bieten, schlugen fehl. Beauty blieb unruhig, war vom nervösen hin und her laufen völlig nass geschwizt und wollte kein Heu nehmen.

    Aus dieser Not und Verzweiflung heraus rief mich Beauty´s Gefährtin an und bat mich um Unterstützung.

    Ich nahm Kontakt zu Beauty auf und sie zeigte mir die Rinder als eine dunkle Bedrohung um die Schatten lagen. (Wir vermuteten, dass es damit zusammen hängen würde, dass man Milchkühen ihre Kälbr nach der Geburt wegnimmt.) Ich erklärte ihr also die Situation der schwangeren Milchkühe und suchte nach Wegen, ihr das Leben auf der Koppel erträglich und sicher zu gestalten. Leider schienen meine Vorschläge, z.B. einen stabileren Zaun zu ziehen, oder die Rückwand ihres Unterstandes als Sichtschutz zu vergrößern, sie nicht zu überzeugen.

    Das Problem ihrer Verunsicherung schien noch nicht gelöst zu sein.

    Ich suchte das Gespräch mit Beauty´s Menschin und versuchte, den Grund dafür heraus zu finden.

    Diese bat mich plötzlich Beauty mitzuteilen, dass sie nicht wegen ihr, Beauty, oder der Situation der Rinder auf der Nachbarweide so traurig war, sondern wegen eines ganz anderen Ereignisses, das nicht im geringsten mit Beauty zu tun habe. Beauty sollte die Traurigkeit, die von ihrer menschlichen Freundin ausging, nicht auf sich oder die benachbarten Kühe beziehen. Ich bat die Frau, ihrem Tier gegenüber zu ihren Gefühlen zu stehen, es Beauty selbst zu erzählen und sie so mit in ihr Leben einzubeziehen.

    Im Anschluss an das Telefonat ging diese zu Beauty auf die Koppel und sah überrascht und mit Freude im Herzen, dass Beauty endlich friedlich graste und sich dann auch zum Schlafen niederlegte! Und daran hat sich auch nichts mehr geändert.


    Ganz offensichtlich war Beauty sehr erleichtert, dass sie nun die Gefühle ihrer Menschin einordnen konnte und sich darüber keine Sorgen mehr zu machen brauchte.

    Diese Geschichte zeigt, dass unsere Gefühle sehr großen Einfluss auf unsere tierischen Freunde haben können. Es ist für sie genauso wichtig, die Lebenssituation ihrer Menschen zu verstehen - als auch von ihnen verstanden zu werden.

    Sie erleben, empfinden und handeln nicht wie Menschen – es sind Tiere die ihren eigenen Ausdruck haben, wir müssen ihn nur verstehen.

    Sie sind ein Teil der menschlichen Familie in der sie leben. Sie spüren deren Emotionen und reagieren viel mehr darauf, als es uns tagtäglich bewusst ist und wird - im Rahmen der ihnen gegebenen Möglichkeiten und auf ihre ganz eigene Weise.

    Wir können ihnen sehr helfen, wenn wir sie bewusst miteinbeziehen und damit an unserem Leben teilhaben lassen.